Welche Arten von Ventilen gibt es?
1. Ventiltypen
LIQUIDYN bietet in der Basisbaureihe 200 zwei Ventil-Typen an:
Die Mikrodosier-Ventile P-Dot und P-Jet.
2. Mikrodosier-Ventil P-Dot
Der P-Dot ist besonders geeignet für die Dosierung flüssiger, zähflüssiger und pastenartiger Medien. Das Haupteinsatzgebiet dieses Ventils ist das Applizieren einzelner Punkte, es können aber auch Raupen und Linien erzeugt werden, indem einzelne Punkte so nahe nebeneinander appliziert werden, dass sie ineinander verlaufen. Die definierbaren Punktgrößen reichen dabei medienabhängig von 0,3 mm bis zu 5 mm im Durchmesser.
Bei diesem Hochleistungs-Ventil liegt die maximale Öffnungszeit unter 1 ms. Nach jedem Steuerimpuls schließt die Düse selbsttätig, die Ruhestellung ist geschlossen (normally closed). Die Dosiermengen betragen - je nach Konfiguration - zwischen 3 und 200 nl bei einer Dosiergenauigkeiten von über 99% (Dosiertoleranzen < 1%).
2.1. Funktion
Durch die Ansteuerung des Ventils mit dem 24V Steuerimpuls wird der Dosiervorgang ausgelöst. Die pneumatisch angetriebene Dosiernadel gibt für einen kurzen Moment die Düsenbohrung frei und schließt diese selbsttätig wieder. Dieser Vorgang kann bis zu 150 Mal pro Sekunde wiederholt werden.
2.2. Versorgung
Der Betrieb des Mikrodosier-Ventils P-Dot erfolgt über ein elektrisches Steuersignal (24V DC) und einen sogenannten Arbeitsdruck. Der Arbeitsdruck dient der Bewegung der Dosiernadel. Mit einem weiteren, statischen Druck (Fluiddruck) werden die zu dosierenden Medien dem Ventil zugeführt.
Druckluft-Anforderungen für den Arbeitsdruck
- maximal 8 bar (am Feindruckregler verfügbar)
- Partikelgröße unter 40 µm, ölfrei
Der übliche Arbeits-Luftdruck für P-Dot:
- je nach Applikation zwischen 2 und 8 bar.
Der übliche Fluid-Druck für P-Dot:
- in den meisten Fällen zwischen 0,3 und 10 bar.
Der maximale Fluiddruck, der an das Ventil angeschlossen werden kann, liegt bei 100 bar.
2.3. Ventilantriebssystem (Aktor)
Alle LIQUIDYN Ventile verfügen über ein robustes elektropneumatisches Aktor-System, das die Dosiernadel antreibt.
Die hochdynamischen Stößelbewegungen verleihen dem Fluid die Energie zum Austritt aus der Düse. Durch die Einstellung des Arbeitsdrucks (mittels Feindruckregler) und die Einstellung der Rändelschraube am Ventil kann auf die Dynamik der Stößelbewegung Einfluss genommen werden.
Mit Hilfe dieser Einstellmöglichkeiten kann das Ventil auf die jeweilige Applikation optimal abgestimmt werden. Details entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung.
3. Mikrodosier-Ventil P-Jet
Das Mikrodosier-Ventil P-Jet ist besonders geeignet für die Dosierung nieder- bis mittelviskoser Medien (fließfähige Medien). Haupteinsatzgebiet ist dabei das Applizieren von Punkten und Linien niederviskoser Medien. Aber auch größere Volumina (bis zu einigen Millilitern) können präzise und sicher dosiert werden. Das P-Jet Ventil wird dadurch häufig für Abfüll-, Verguss-, Versiegelungs- und Coating- Anwendungen eingesetzt.
Die Öffnungszeit der Düse liegt zwischen 2 ms und unendlich:
Der P-Jet erreicht Dosiergenauigkeiten von über 97% (Dosiertoleranzen < 3%).
3.1. Funktion
Der Dosiervorgang wird durch die Ansteuerung des Ventils mit dem 24V DC Signal ausgelöst. Die pneumatisch angetriebene Dosiernadel bleibt geöffnet, solange das Signal ansteht. Damit kann durch die Impulsbreite des Ansteuer-Signals auf die Dosiermenge Einfluss genommen werden. Nach Abfall des Signals schließt das Ventil selbsttätig. Die Dosierfrequenz liegt bei bis zu 150 Dosierungen/ Sekunde.
3.2. Versorgung
Der Betrieb des Mikrodosier-Ventils P-Jet erfolgt über ein elektrisches Steuersignal (24V DC) und einen sogenannten Arbeitsdruck. Dieser Arbeitsdruck dient der Bewegung der Dosiernadel. Mit einem weiteren, statischen Druck (Fluiddruck) werden die zu dosierenden Medien dem Ventil zugeführt.
Druckluft-Anforderungen für den Arbeitsdruck
- maximal 8 bar (am Feindruckregler verfügbar)
- Partikelgröße unter 40 µm, ölfrei
Der übliche Arbeits-Luftdruck für P-Jet:
- je nach Applikation zwischen 5 und 8 bar.
Der übliche Fluid-Luftdruck für P-Jet:
- in den meisten Fällen zwischen 0,3 und 10 bar.
Der maximale Fluiddruck, der an das Ventilangeschlossen werden kann, liegt bei 50 bar.
3.3. Ventilantriebssystem (Aktor)
Alle LIQUIDYN Ventile verfügen über ein robustes elektropneumatisches Aktor-System, das die Dosiernadel antreibt.
Die hochdynamischen Stößelbewegungen verleihen dem Fluid die Energie zum Austritt aus der Düse. Durch die Einstellung des Arbeitsdrucks (mittels Feindruckregler) und die Einstellung der Rändelschraube am Ventil kann auf die Dynamik der Stößelbewegung Einfluss genommen werden.
Mit Hilfe dieser Einstellmöglichkeiten kann das Ventil auf die jeweilige Applikation optimal abgestimmt werden.
Details entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung.


